Japan-AG erhält Einblicke in die Arbeitswelt eines japanischen Unternehmens
Besuch bei der Firma Rohm in Münchheide
Einen spannenden Einblick in die deutsch-japanische Arbeitswelt erhielt die Japan-AG bei ihrem Besuch der Firma Rohm im Willicher Industriegebiet. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, Mitarbeitende des japanischen Unternehmens kennenzulernen und mehr über die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Japan zu erfahren.
Zu Beginn wurden die Gäste vom Geschäftsführer Herrn Harnack herzlich begrüßt. Im Rahmen dieser Begrüßung wurde ein Scheck über 2000 Euro überreicht.
Anschließend erhielten die Schülerinnen und Schüler von Herrn Shirai eine interessante Einführung in das Unternehmen, dessen Tätigkeitsbereiche sowie seine internationalen Verbindungen. Rohm ist ein weltweit bekannter Hersteller von Halbleitern und elektronischen Bauelementen mit Hauptsitz in Kyoto. Das Unternehmen produziert unter anderem Mikrochips und Leistungshalbleiter, die z.B. in Elektrofahrzeugen, in der Industrieelektronik sowie in Haushaltsgeräten und Smartphones zum Einsatz kommen.
Besonders unterhaltsam wurde es bei der anschließenden Präsentation von Frau Troll-Mateiu über Unterschiede in der Kommunikation und im Arbeitsalltag zwischen Deutschen und Japanern. Die Beispiele waren bewusst überspitzt dargestellt und sorgten für viele Lacher, denn sowohl die Mitarbeitenden als auch die Schülerinnen und Schüler erkannten typische Verhaltensweisen aus dem eigenen Alltag wieder. So wurde etwa beschrieben, dass Deutsche häufig zunächst einmal „nein“ sagen und erst später zu einer Zustimmung kommen, während Japaner selten direkt „nein“ sagen – ein „ja“ jedoch nicht immer automatisch echte Zustimmung bedeutet. Auch beim Thema Überstunden zeigten sich kulturelle Unterschiede: In Deutschland werden sie oft als Zeichen von schlechtem Zeitmanagement gesehen, während sie in Japan eher als Ausdruck von Fleiß gelten. Traditionell verlassen dort viele Mitarbeitende das Büro nicht vor ihrer Vorgesetzten oder ihrem Vorgesetzten.
Im Anschluss entwickelten sich bei Kuchen und belegten Brötchen zahlreiche interessante Gespräche. Die Themen reichten von technischen Fragen, Fragen zum Leben in Deutschland und Japan, über Studienmöglichkeiten wie etwa der Sinologie bis hin zu Mode- und Musiktipps. Der persönliche Austausch mit den Mitarbeitenden machte den Besuch für die Schülerinnen und Schüler besonders wertvoll.
Am Ende verabschiedete sich die Gruppe mit vielen neuen Eindrücken und einem herzlichen Dank an das Team der Firma Rohm für die finanzielle Unterstützung, die freundliche Aufnahme und den spannenden Einblick in die deutsch-japanische Zusammenarbeit.
