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Stolpersteine für die Opfer der „Euthanasie“- Morde in Willich  

03.03.2026

Gegen das Vergessen: Stolpersteine für die Opfer der „Euthanasie“- Morde in Willich  

An unserer Schule arbeitet seit diesem Schuljahr eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus Jahrgang 10, EF und Q1 an diesem Thema in Form eines Projektkurses.
Ebru, Katharina, Emmi, Malia, Justus und Tim treffen sich regelmäßig, um denjenigen Menschen ein Gesicht und einen Stolperstein zu geben, die wegen einer körperlichen und geistigen Beeinträchtigung oder einer psychischen Erkrankung im Nationalsozialismus ermordet wurden.

Zum Hintergrund: 

Mit dem Überfall auf Polen am 1.9.1945 begann das NS-Regime im Deutschen Reich und in den von den Deutschen besetzten Gebieten unter strengster Geheimhaltung mit der – wie sie es nannten – „Vernichtung lebensunwerten Lebens“, der bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs mehr als 300.000 Menschen mit psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen zum Opfer fielen.  Psychiatriepatienten und Heimbewohner – Erwachsene und Kinder – wurden durch Kohlenmonoxid erstickt, gezielt durch Medikamente oder dauerhafte Vernachlässigung und Nahrungsentzug getötet. Diese erfasste man mittels Meldebögen, die an Hebammen, Ärzte und Heilanstalten verschickt wurden. 
Zahlreiche Willicher Patienten aus den umliegenden Heil- und Pflegeanstalten, z.B. aus der Heil- und Pflegeanstalt Johannistal in Süchteln, wurden nach Grafenberg und Galkhausen transportiert, dort gesammelt, und dann in der Tötungsanstalt Hadamar in Nordhessen ermordet. Andere wurden in weiter entfernte Tötungsanstalten gebracht.
Wir sind ein Team mit Udo Holzenthal vom Stadtarchiv sowie Bernd-Dieter Röhrscheid vom Heimatverein, der bereits seit Jahren, an diesem Thema recherchiert. Er hat langjährige Erfahrung mit der Stolperstein-Stiftung von Günther Demnig. 

Was tun die Schülerinnen und Schüler?
Sie sichten Akten mit Transportlisten der Kranken, die Geburtsregister zur Überprüfung der Herkunft und des letzten Wohnortes der Patienten und lesen den Schriftverkehr zwischen den Pflegeanstalten, Behörden und den Verwandten. Sie kontaktieren andere Archive (z.B. das Landesarchiv NRW in Duisburg), verfassen Kurzbiographien zu den Opfern, deren Daten als gesichert betrachtet werden können. 
Mit Hilfe von KI-gestützter Recherche und Telefonbüchern versuchen sie im nächsten Schritt lebende Verwandte zu finden, sie zu kontaktieren um noch Fotos, weitere Informationen und schließlich u.U. die Erlaubnis zur Verlegung eines Stolpersteins zu erhalten.  

Unser Anliegen: 
Wir haben noch kein einziges Bild zu den Namen und wären dankbar, wenn sich Angehörige melden und sie uns zu Verfügung stellen würden. Ferner benötigen wir für die Finanzierung der Stolpersteine noch Paten. Die Kosten belaufen sich auf 120 Euro für einen Stein. 
Wer Pate werden möchte, kann seine Spende auf das Konto des Fördervereins der RSE überweisen:  

SPENDENKONTO: 
Förderverein der Robert-Schuman-Europaschule Willich
Sparkasse Krefeld
IBAN: DE 92 3205 0000 0065 0314 60 

Stolpersteine