Unser Austausch nach Lettland
Von Chorgesang bis zu geschichtsträchtigen Orten
Der erste Tag vor Ort startete in der Schule unserer Austauschpartner. Da die lettische Gruppe ein Chor ist, durften wir am Abend ein Konzert von ihnen besuchen. Es war beeindruckend zu hören, mit welcher Leidenschaft sie singen!
Am nächsten Tag tauchten wir in die lettische Kultur ein. Wir besuchten eine alte Lehmfabrik und lernten die lange Tradition der Keramikherstellung kennen. Danach ging es weiter in die Stadt für eine Stadtrallye. Bei strahlendem Sonnenschein erkundeten wir die Burg und die wunderschöne Altstadt, das Wetter war perfekt und die Stimmung richtig gut. Ein besonderes Highlight war der Ausflug zu einem echten Naturwunder: Steine, aus denen Wasser floss. Ein unglaublich idyllischer und friedlicher Ort.
Der darauffolgende Tag begann hoch oben. Wir besuchten die Dorfkirche und stiegen auf den Glockenturm. Der Ausblick war toll, aber der Aufstieg in dieser Höhe war auch ziemlich angsteinflößend! Zur Belohnung ging es danach in den Nationalpark, wo wir die gewaltigen Klippen bewunderten.
Der letzte Tag war deutlich emotionaler. Wir besuchten die Gedenkstätte Kaizerwald am Ort eines ehemaligen Konzentrationslagers. Die Informationen über die Deportation Willicher Juden nach Riga waren sehr bewegend, und während unserer Schweigeminute war es vollkommen still. Es war ein rührender Moment, der uns allen im Gedächtnis bleiben wird.
Den restlichen Tag verbrachten wir noch in Riga, ließen die Eindrücke der Woche sacken und traten schließlich den Heimflug an. Es war eine intensive Zeit voller Gegensätze, die ich so schnell nicht vergessen werde.
